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Es sieht ganz so aus. Gemeint ist hier nicht die schön gedeckte
Tafel, sondern die Tafel, die jeder aus seiner Schulzeit her kennt.
Wenn man sich mit einem sehr ergeizigen Bremer Projekt beschäftigt,
könnte die gute alte Tafel zumindest in weiterführenden Schulen
und Universitäten bald reif fürs Museum sein.
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| Die
beiden Hauptinitiatoren: (links) Professor Wischnewsky (Uni
Bremen), (rechts) Björn Brünjes (Briteline) |
Gemeint ist
eine neue Form der Didaktik (Unterrichtslehre): d-Lecture, was zu
Deutsch digitale Vorlesung bedeutet. Anfang August wurde der Presse
im BITZ das Projekt vorgestellt, was das Studieren an der Bremer
Universität revolutioniert. In Zukunft können Studenten die verpassten
Vorlesungen einfach nachholen, denn die Veranstaltungen werden digitalisiert
und ins Netz gebracht.
Bisher wurde
das gute Angebot an Lehrveranstaltungen an der Bremer Uni noch nicht
für E-Learning genutzt. Dies hat aber nun das ZZM (Zentrum für Multimedia
in der Lehre an der Uni Bremen) in enger Zusammenarbeit mit dem
IT-Unternehmen Bremen Briteline grundlegend geändert. Denn gerade
in Bremen lag eine Umsetzung dieser Idee geradezu auf der Hand,
da neben der breitbandigen Netzinfrastruktur motivierte Professoren
und ein zukunftsorientierter Bildungssenator eine solche Form der
Inhaltsvermittlung sehr begrüßen.
Einfache Standardwerkzeuge wie Web-Browser, Multimedia-Player und
ein ISDN-Internet-Zugang genügen schon, um sich die Vorlesungen
auf den Bildschirm zu holen. Dies, so ist die einhellige Meinung,
werde schon bald auch von anderen deutschen und europäischen Universitäten
genutzt werden.
Diese neue Form der Unterrichtslehre wird einiges in Schulen und
Universitäten verändern. Man erhofft sich eine Qualitätssteigerung
der Veranstaltungen und des Unterrichtes durch multimediale Inhalte.
Es macht aber auch ein individuelleres Lernen möglich: Orts- und
zeitunabhängig, selbstbestimmtes Tempo, individuell gewählte Inhalte,
wann, wo und sooft man will. d-Lecture bringt die Vorlesungen mit
den dazugehörenden Folien und ergänzenden Scripts ins Netz, und
sie können durch Filme und Simulationen auch noch ergänzt werden.
Diese neue Bildungsform lässt sich nicht nur von Universitäten nutzen,
sondern ebenso von Schulen, Aus- und Weiterbildungseinrichtungen
wie auch von Unternehmen. Das Lernen der Zukunft ist orientiert
am konkreten Wissensbedarf und ist mobil.
Bremen hat mit diesem Projekt eine bundesweite Vorreiterolle übernommen.
Es ist zu wünschen, dass andere Universitäten nachziehen, um durch
Kooperationen ein breites und hochwertiges Vorlesungsangebot online
zur Verfügung stellen zu können. Der Bremer Bildungssenator Lemke
meinte dazu, dass die zunehmende Transparenz der Lehrveranstaltungen
einen wichtigen Beitrag zur Konkurrenzfähigkeit Bremens in der nationalen
und internationalen Hochschullandschaft leisten kann.
Der Startschuss für d-Lecture fällt zum nächsten Wintersemester.
Bei Fragen oder Interesse bzgl. dieses Projektes kann man sich an
die Bremen Briteline Projekte GmbH unter Telefon 0421/22489-130
wenden. (em)
Quelle:
Computer Anzeiger
Verlag Heinz Isbrecht
Heidelberger Str. 20
28203 Bremen
Telefon 04 21 / 70 35 83
Telefax 04 21 / 7 22 40
eMail: ca@is-bremen.de
http://www.ca-bremen.de
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